Das Think Animal Blog

Mit unserem Blog möchten wir mit unseren Kunden in einen vertiefenden Dialog treten. Die Beiträge sollen Denkanstöße bringen und auch einen Erfahrungsaustausch über das eigentliche Training hinaus ermöglichen.

Anmerkung

Die Beiträge stammen zum Teil von unseren Kunden - und müssen daher nicht mit der Meinung von Think Animal übereinstimmen!
Gerade diesen Meinungsaustausch, die Diskussion, das Nach-Denken soll hier auf dieser Seite ausgelebt werden!

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Dominanz: Nützliches Konzept oder schlechte Angewohnheit?

Albin Blaschka mit Gina (albin@thinkanimal.info), 18. 05. 2010

Eine wissenschaftliche Untersuchung aus dem Jahr 2009, durchgeführt von Wissenschaftern der Universität Bristol (Großbritannien) kommt zu dem Schluss, dass das Konzept der Dominanz aus inzwischen ebenso überholten Modellen des Verhaltens von Wölfen kommend, in der Hundeerziehung mehr Schaden anrichtet, als es nutzt.

Die Autoren zeigen zu Beginn, dass alleine die Anwendung des Begriffes "dominant" als Charaktereigenschaft falsch ist, der Begriff "dominant" ist nur dann sinnvoll und richtig angewendet, wenn er auf die Beziehung zwischen Individuen angewendet wird, dafür finden sie jedoch bei Hunden keinerlei Hinweise.
Die Hypothese des "geborenen Alpha" wurde ebenso bereits für Wölfe widerlegt. Aber sie stellen die Vergleichbarkeit von Verhaltensweisen von Hunden und Wölfen generell in Frage und belegen dies mit einer umfangreichen Besprechung bereits vorhandener wissenschaftlicher Veröffentlichungen.
Sie stützen ihre Untersuchungen daher auf Beobachtungen von streunenden Hunden und stellen hier auch einige Unterschiede zwischen Wölfen und Hunden fest.

Die eigentliche Studie umfasste Beobachtungen von 19 kastrierten Rüden, die von einer Tierschutzorganisation auf einem 0,28 ha großen, abgezäunten Gelände betreut wurden. Die Beurteilung erfolgte anhand von Interaktionen zwischen den Hunden, die in "selbstbewusst" und "unterwürfig" unterteilt wurden. Entsprechend der Anzahl der gezeigten Verhaltensweisen aus diesen beiden Kategorien wurde eine mögliche Struktur der Gruppe berechnet. Die Wissenschafter konnten klar zeigen, dass es keine hierarchischen Strukturen auf Basis der Individuen gab, sie konnten jedoch eine Zweiteilung der Gruppe feststellen, die sie als "Insider" und "Außenseiter" bezeichneten, da in der Gruppe der "Insider" eindeutig mehr Interaktionen abliefen als innerhalb der Gruppe der "Außenseiter". In der Gruppe der "Insider" zeigte sich auch keine klare Struktur, die jeweiligen Verhaltensweisen wechselten ständig. Die "Außenseiter" waren insgesamt eher isoliert und zeigten sehr wenige Interaktionen.

Damit kommen die Autoren zu dem Schluss, dass Verhaltensweisen von Hunden nicht von dem Verlangen nach Erreichung eines bestimmten sozialen Statuses motiviert sind. Anhand von Untersuchungen anderer Wissenschafter argumentieren sie, dass Verhaltensweisen bzw. der Aufbau von Beziehungen zwischen Individuen rein durch Lernen und Erfahrung bestimmt werden. Sie erläutern das anhand eines Beispieles: Kommt ein Welpe in einen Haushalt mit einem älteren Hund, der hohen Wert auf Futter legt, aber nicht auf Spielsachen, wird der Welpe schnell lernen, dem älteren Hund nicht zu begegnen wenn Futter in der Nähe ist, ihm aber andererseits möglicherweise ein Spielzeug aus dem Maul nehmen. Das Verhältnis von Hunden untereinander ist also stark von den Rahmenbedinungen abhängig und kann in unterschiedlichen Situationen vollständig entgegengesetzt sein. Umgekehrt hat aber damit die erste Begegnung von Hunden massive Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Beziehung der Hunde untereinander.
Das bedeutet aber weiters, dass in Gruppen von Hunden die von klein auf zusammen sind sich stabilere Wechselbeziehungen herausbilden, wie bei Hunden die erst im Erwachsenenalter zusammen kommen. Die Autoren betonen die Wichtigkeit der Begleitumstände bei einer ersten Begegnung. Wenn Welpen zu erwachsenen Hunden kommen, werden diese lernen, dass in Konkurrenz zu diesen treten nichts bringt, sie aber mit unterwürfigen Verhaltensweisen die Resourcen bekommen, die sie haben möchten. Werden Hunde, die in dieser Weise aufwachsen älter, werden sie bevorzugt diese Verhaltensweisen beibehalten.
Die Verwendung dieses Modells, dass auf Lernen basiert, erklärt die Komplexität der sozialen Interaktionen und benötigt kein (ohnehin fragwürdiges) Konzept der "Dominanz", weder als Ziel noch als Hierachie.
Damit wird aber auch klar, dass das sogenannte "dominante Verhalten" gegenüber Menschen rein auf Erlerntem und Erfahrungen basiert und nicht dem Versuch einen Status zu erreichen. Aggressives Verhalten zeigt nur, dass sich das Tier bedroht fühlt, was durch "forsches" Auftreten des Menschen z. B. durch angeratene (zweifelhafte) "Ausbildungsmethoden" nur verstärkt wird. Die Parallelen, die zu (angeblichen) Verhaltensweisen des Wolfes gezogen werden seit mehr als 30 Fragen hinterfragt bzw. in Zweifel gezogen.
Der Schlüssel zur Erklärung von Verhaltensweisen von Hunden bzw. von ihren sozialen Beziehungen ist Lernen und damit auch von der jeweiligen Situation, nicht der Drang einen "Status" zu erlangen.


Quellen:
Using 'Dominance' To Explain Dog Behavior Is Old Hat
http://www.sciencedaily.com/releases/2009/05/090521112711.htm

Originalpublikation der Untersuchung:
John W.S., Bradshaw , Emily J., Blackwell , Rachel A., Casey. Dominance in domestic dogs -- useful construct or bad habit? Journal of Veterinary Behavior: Clinical Applications and Research, May/June 2009, Pages 135-144
http://www.journalvetbehavior.com/article/S1558-7878%2808%2900115-9/abstract

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Futterneid – mal andersrum

Silke Stein mit Ella (silke.stein@gmx.net), 19. 04. 2010

Seit einem halben Jahr sind wir nun stolze Herrchen von „Ella“; einem Golden Retriever-Mädchen. Mit dem neuen Hund kam auch schnell die Frage nach dem richtigen Futter auf.
Nach eingehender Beratung haben wir uns für „Marengo“ für Welpen entschieden. Kaum war das Futter im Haus, lockte der sich ausbreitende Duft Paul (4) an. Er fragte ganz verwundert, was denn hier so lecker riechen würde und nach meiner Erklärung das wäre das neue Futter für den Hund, erntete ich nur einen fragenden Blick. Gleich darauf verlangte Paul auch was von den kleinen, braunen Kringeln. Ich ließ ihn einen probieren und dachte, damit hätte sich das Thema, wegen „schmeckt eh nicht“ erledigt.

Wenige Tage darauf, auf dem Weg in die Küche, höre ich Getuschel aus eben jener. Paul und sein Freund (6) unterhalten sich. Paul preist wohl offensichtlich den Wohlgeschmack des Marengos an – sein Freund will daraufhin unbedingt davon probieren. Bis ich fertig gelacht hatte und die Küche betreten habe, war der Rest aus der Futterdose verspeist. Zwei glücklich grinsende Bubengesichter blickten mich und an und verlangten nach mehr.

Seit dem wird das Hundefutter bei uns im Keller gut versteckt und verschlossen gehalten, sonst wären diese Vorräte wohl auch schon von den hungrigen Jungs verspeist worden.

:-)

Stichwörter: Futterneid, Mensch, Hundefutter

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Blacky meint: Guuuuuutes Futter

Der kleine Muck mit Diana (muck@thinkanimal.info), 21. 10. 2009

Hallohallo an alle Freunde sehr guten Futters!
Hier ist wiedermal euer Blacky!

Wir haben wieder eine grooooße Futterlieferung bekommen! Und wir haben auch schon vorgekostet:
Aus der Steiermark frisches Schaf- und Ziegenfleisch mit Knochen zum roh fressen oder kochen (da müsst ihr zum Fressen aber dann bitte die Knochen rausmachen!).
Beste Qualität durch artgerechte Weidehaltung und Grasfutter, also so wie bei uns zuhause :)

...und das zarte Fleisch riecht so gut!

Hundefutter der Firma Kale, ohne Konservierungs- Lock- und Farbstoffe, nur mit rohstoffeigenen Vitaminen und Mineralstoffen - das riecht auch für das Herrli gut!

Es gibt verschiedene Fleischsorten in Dosen gekocht. Dazu Reis-Gemüse-, Getreide-Gemüse- oder reine Gemüseflocken, Lamm-Geflügelbrocken wenn`s mal schnell gehen soll, große Knabberkekse zum Frühstück oder Nachmittagstee :) und viele Guttis mit (Truthahn,Lamm, Wild..) oder ohne Fleisch (Apfel, Vollkorn, Gemüse) ohne Zucker!

Ochsenziemer und Schweineohren kommen regelmäßig luftgetrocknet und natürlich ohne Konservierungsstoffe (Wir frieren die immer ein, Donna hat die luftig im Keller liegen, da die nicht stinken!) vom Estererbauern - da wollte ich schon lange mal mitfahren, dort lebt aber der große Rexi, da sagt Diana würde ich mich ganz fürchterlich fürchten! Genauso frisches Rindfleisch (ohne Knochen) oder Rindermarkknochen zum laaange knabbern.

Ruft doch mal an und bestellt eure superguten Futterpakete!
Abholen kann man die vor oder nach der Hundeschule Samstags in Niederalm.

viele Wuffs, Euer Blacky

Stichwörter: Fütterung, Muck, Hundefutter, BARF

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Hundeküche

Diana Zunghammer mit Zara und Hektor (office@thinkanimal.info), 02. 07. 2009

Zara, Blacky und Hektor an der Tastatur...

Hallohallo!

Wir möchten hier unsere neueste Errungenschaft in Sachen Hundeküche vorstellen:
Unseren Futterkoch und Hektors besten Freund "Bernd".
Er hat eine neue Ära der Kochkunst eingeleitet, mit dem Schnellkochtopf, auch Druckkochtopf oder Kelomat genannt.

Und so geht es:
Fleisch schon im Kelomat rundherum kurz anbraten (nicht anbrennen!), mit Wasser bis zu Hälfte des Gargutes aufgießen und, nach Anleitung am Topf, garen.
Dann Gemüse nach Wahl, Erdäpfel, Karotten, Äpfel, Sellerie, Kürbis, Zucchini und vieles mehr, dazugeben, nach Bedarf nochmal bis zu einem Viertel der Futtermenge im Topf Wasser dazu, und nochmal  nach Angabe des Topfes garen.

Dadurch, dass mit Dampfdruck möglichst kurz gegart wird, bleiben Vitamine besser erhalten. Die Zellwände werden aufgespalten, sodass das Futter aufgespalten und leicht verdaulich wird.

...und das alles macht Bernd für uns, beinahe täglich, wir lieben es!
Diana hat auch gut gekocht, aber dies ist Hunde-Sterne-Küche!
Danke Bernd!

Wir wünschen Euch viel Erfolg und Fressspass mit Euren Drucktöpfen!

 

Zara, Blacky und Hektor

 

Die Menschen haben da noch ein Buch dazu...
Hunde richtig füttern, Meyer,H., Zentek,J., Verlag (Eugen) Ulmer

Stichwörter: Fütterung, Rezepte

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Letztens in der Welpenspielgruppe

Diana Zunghammer mit Zara und Hektor (office@thinkanimal.info), 02. 07. 2009

Teilgenommen haben

Joy Cavalier King Charles - Hündin, 17 Wochen und Moritz, Golden Retriever - Rüde, 12 Wochen

Die zwei haben, nach ausgiebigem, vorsichtigem Kennenlernen, zeigen von Calming Signals, den Beschwichtigungssignalen, lustig mitsammen gespielt.
Von uns Menschen wurden währenddessen typische Signale besprochen:


Dazwischen wurden immer wieder Körpergesten (Calming Signals) wie Kopf wegdrehen, Körper schräg stellen, schnelles Schlecken über das eigene Maul oder Blinzeln ausgesandt, um zu signalisieren, daß man sich gegenseitig wohl gesonnen ist.
Für das gemeinsame Weitergehen wurde anstatt ständigem "BelloBelloBelloBello" ein Führungskommando erlernt.
"Bello weiter", mit Sichtzeichen, der wegweisenden Hand, mit tollem Lob, wenn Bello weitergeht.

Kontakt halten:

Wenn mein (kleiner) Hund Körperkontakt möchte, beuge ich mich doch einfach seitlich runter, damit er seine Nase in meine Hand stecken kann. Damit nehmen wir Kontakt auf, ohne dass mein Hund an mir heraufspringen muß.

Wer Hunde in einer Gruppe beobachtet, sieht dass während eines Spazierganges immer wieder Blick- und Körperkontakt aufgenommen und erwiedert wird.

 

Zuletzt noch drei Buchempfehlungen:

Stichwörter: Welpen, Calming Signals, Beschwichtigungssignale

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Think Animal Hundetraining Salzburg

Respektvolle Zusammenarbeit von Hunden und Menschen