Das Think Animal Blog

Mit unserem Blog möchten wir mit unseren Kunden in einen vertiefenden Dialog treten. Die Beiträge sollen Denkanstöße bringen und auch einen Erfahrungsaustausch über das eigentliche Training hinaus ermöglichen.

Anmerkung

Die Beiträge stammen zum Teil von unseren Kunden - und müssen daher nicht mit der Meinung von Think Animal übereinstimmen!
Gerade diesen Meinungsaustausch, die Diskussion, das Nach-Denken soll hier auf dieser Seite ausgelebt werden!

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Vom Lernen bei Hunden, Fairness und Menschen

Diana Zunghammer mit Zara und Hektor (office@thinkanimal.info), 15. 11. 2008

Viel zuviele wissen viel zu wenig über das Lernen beim Hund...

...Verlangen zu schnell zu viel vom Hund, nämlich konsequentes Arbeiten, wenn nicht mal der Mensch einen zeitlichen Lernplan im Kopf hat, sondern einfach meint, dass das vermeintlich Gelernte "eh schon gehen" müsse. Gleich von Anfang an unter stärkster Ablenkung unter anderen Hunden oder (treib)jagbaren Tieren kann Hund nicht vertrauensvoll positiv mit Erfolg lernen. Es werden übrigens die Beschwichtigungssignale viel zu wenig beachtet, denn "der muas foign". Ja, meine ich auch, aber ihrem Ausbildungsgrad entsprechend. Die, die unter stärkster Ablenkungung ihre Kommandos können, kann ich demnach auch richtig einschätzen und Konsequenz verlangen, ohne scharf werden zu müssen.

Der Weg dahin mit Zara war für beide lange und steinig, am meisten für sie, da ich viel zu wenig wusste und immer noch lerne. Sie kommt im übrigen zumeist gemütlich trabend, den Kopf links und rechts wendend an, da dies ihrer normalen Höflichkeit entspricht. Mein Rüde Sirius, ebenfalls Husky, kam immer in einem Bogen an, abenfalls der normalen Höflichkeit entsprechend. Blacky saust heran, allerdings nicht ohne kleinen höflichen Bogen und Blinzeln, Hektor letztendlich schiesst heran, fast in mich hinein, ein richtiger Arbeitshund mit wenig Individualdistanz, gänzlich unhöflich. Allerdings nicht immer, da er sich unter stärkster Ablenkung wie Wild oder "komische Menschen" einfach noch nicht "auch noch" auf mich konzentrieren kann.

Letzthin waren wir in der Gruppe unterwegs. Hatte wie so oft wenig Aufmerksamkeit für meine eigene Hündin, also hatte sie die auch nicht, *FAIRNESS!*. Ich sah sie irgendetwas nachsausen, ein Pfiff, ein Herkommenskommando, und - sie stoppte hinter einem Busch, sah mich an, und sagte: so, nun ruf noch ein paarmal nach mir, wie du dich die ganze Zeit eben um die anderen bemühst, bemüh' dich doch auch mal um mich.
Wir haben kein Dominanzproblem, meine Hunde haben das Problem, dass sie in einer Hundepension leben, und immer nur den "Rest" der Aufmerksamkeit kriegen. D.h. das, was ich von meinen Hunden verlange, nämlich Aufmerksamkeit und konsequentes Arbeiten, muss ich erst mal können :) das erscheint mir nur fair, daran muss ich arbeiten.

Stichwörter: Hundetraining, Training, Beschwichtigungssignale

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BARF mal ganz kernig steirisch :-)

Der kleine Muck mit Diana (muck@thinkanimal.info), 05. 11. 2008

Hallo vom kleinen Muck!
Haben grad jeder ein großes Ziegenkitz-Ripperl von steirischen Burenziegen und im Anschluß einen halben Steirischen Apfel gemBaRmpFt - mmmmmmhhhhhhh!!!!! Da wird`s dann morgen wieder kein Fleisch geben...( aha, sie schaut schon, ob der Ziegenmilchkefir *Ja! Nat?rlich* fertig ist)

Hallohallo - Gerüchte verdichten sich, dass ich am Montag *Kastriert* werden soll, sie sagen, da? mir meine männlichen Hormone in den Kopf steigen, kann mir das mal wer erklären??? Die Weiber sind einfach GEIL (vor allem die Tundra), und finden mich alle sooo SÜÜSSS... WER BEFREIT MICH VORHER AUS DEN KLAUEN DIESER FRAU UND GIBT MIR EIN MÄNNERGERECHTES ZUHAUSE????

NEIN - wehgetan hat sich noch nie einer von uns beim Futtern, auch keiner der Gäste, die Diana vielleicht beim Schneiden :) puh, grad bin ich froh, wenn unser Futter roh war, wenn ich Diana zuschau, mit ihren heissen Kastanien... Aber es ist zumindest immer zimmerwarm, und meist einmal am Tag warm, damit wir uns wohlfühlen. Im Sommer kann es zwar schon mal kühle Gurke auf Joghurt als Nachspaziergangsmahlzeit geben, aber im Winter eher warm.


Hm, da fällt mir ein, ein Besuchshund von uns, die Berner-Donna, da müssma immer die Knochen, die da so bei uns herumliegen, auch die großen, wegräumen, die schmeisst sich alles rein, und erstickt daran vielleicht noch. Und der Weimer-Leo, da mussten wir alles Spielzeug wegräumen, da er ALLES schluckt. Der hat dann auch tatsächlich während eines Spielchenspasstrainings einen Ball geschluckt, der gar nicht von uns war und fast einen Darmverschluss gehabt. Diana sagte, der Leo wurde nur über Spielmotivation erzogen, und kennt nichts tolleres als Dinge, die er trägt, daran herumkaut, und bei zuviel Stress auch verschluckt....(aber ganz unter uns: "sind die noch ganz dicht?")
Ich würde sowas nieeee machen, ich bin ein Feinspitz und verkoste lieber den Urin der Damenwelt, je älter je besser, wie guter Wein, diese Hundedamen.
alles liebe vom kleinen Muck, alias Blacky

P.S.: Nachtisch Trockenpflaume, Diana kriegt auch eine

Stichwörter: BARF, Muck

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Futter fassen!

Diana Zunghammer mit Zara und Hektor (office@thinkanimal.info), 03. 06. 2008

Heute gab es BARF - Biologisch, artegerechte Roh-Fütterung - zum Brunch.

Rohe Bio-Hühnerflügel, roh deshalb, damit die Knochen weich und biegsam sind und nicht splittern. Dann kann Hund sie bedenkenlos essen, ohne Gefahr, sich innerlich aufzuspießen. Bio sowieso, dabei habe ich auch bezüglich der Salmonellengefahr ein besseres Gefühl. Wobei ein Salmonellenbefall von der Schlachtung, sauberen Verarbeitung und der nicht unterbochenen Kühlkette abhängt.

Dafür haben wir die Flügerl in einem nahen Bio-Laden gekauft, da wir bei unserem Bauern, der uns normalerweise mit sehr gutem Rind- und Schweinefleisch und auch Kauartikeln versorgt, leider nicht bekommen. Dazu gab es geviertelte Äpfel und Karotten mit einem Schuss Olivenöl, damit die Vitamine besser aufgespalten werden können. Die Mischung bestand heute aus 1/3 Fleisch und 2/3 Obst und Gemüse.

Für eine hohe Verdaulichkeit zerkleinern wir an manchen Tagen das Obst und Gemüse auch im Mixer, damit die Zellwände schon aufgebrochen sind und das Futter sich vollständig umsetzen läßt. An manchen Tagen wie heute, überwiegt der "Kauspass".
Die Verdaulichkeit einer Futterration läßt sich auch sehr gut am Kot sehen. Wenig zerkleinerte Karotten, Äpfel, Nüsse etc. gehen dann wenig verdaut durch und es entsteht mehr Kot. Zerkleinerte zellwandreiche Bestandteile der Nahrung scheinen besser verarbeitet und die Nährstoffe besser aufgenommen zu werden, die Kotmenge ist eindeutig weniger.

Wobei mit dem selbst zubereiteten Futter die Kotmenge generell wesenlich reduziert ist als bei normalem Fertigfutter. Mit Ausnahme von speziellen Marken, Marengo, Kale, Vivaldi, die auch bei uns auf Wanderungen, wenn man mal den ganzen Tagunterwegs ist, was auch mit Pensionsgästen passieren kann, gefüttert werden und dabei keine bis wenig Umstellung zu sehen ist.

Stichwörter: Hundepension, Hundefutter, Fütterung, BARF

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Menschensuche

Diana Zunghammer mit Zara und Hektor (office@thinkanimal.info), 10. 05. 2008

Heute haben wir mit "Menschensuche" (mantrailing) begonnen. Da wir keine Wettkampfdisziplin daraus machen wollen, dürfen die Hunde mit allen ihren Sinnen, Seh-, Gehör- und Geruchsinn den ihnen vorgegebenen Geruch verfolgen.

Begonnen wird damit, die Handlung mit dem Kommando zu verknüpfen. Der Hund lernt "ja, was soll ich denn überhaupt tun". Dies haben wir heute gemacht, indem wir die Hunde zu ihnen bekannten Menschen geschickt haben.

Das Kommando zur Menschensuche lautet "Benno, wo ist..."
Damit soll verknüpft werden: bei diesem Kommando soll nach dem, entlang, auf dem Geruch eines bestimmten Individuums so lange gesucht werden bis man (Hund) dort ist. Kurz: "Ich soll zu jemandem hinlaufen".

Angezeigt wird entweder durch Zurückkommen auf der eigenen Fährte oder, und das wäre in freiem Gelände durchwegs angebracht, an der 10m Fährtenleine (siehe auch die nordischen Elchhunde, die als sogenannte "Bandhunde", also an einer langen Fährtenleine, geführt werden) damit dem Hund durch Jäger oder Wild kein Schaden zugefügt wird. Das heißt, wir werden dazu nicht unbedingt eine Verweistechnik (Anzeigetechnik, "ich habe jemanden gefunden") benötigen.
Sollte jemand mögen, kann man dies ohne Probleme dazu verknüpfen. Siehe zum Beispiel als sogenannt "Verbringer" ausgebildete Hunde, die beim Fund ein sogenanntes "Bringsel" ins Maul nehmen und so dann anzeigen, "ich habe jemanden gefunden".

Erster Schritt: "Wo ist das Herrli/Frauli": Auf Sicht, möglichst einfach, damit wir die vom Hunde richtig gezeigte Handlung belohnen können. Herrli und Frauli stehen nur soweit von einander entfernt, dass der Hund sicher zu dem Gefragten hinläuft. Lob und Zuwendung kommt einerseits beim Gefundenen, andererseits beim Sender. Hier muss man aufpassen, daß der Sender nicht interessanter wird als der Gefundene "denn da bekomm ich das Keks".

Damit lernt der Hund also, "wenn ich zu demjenigen hingehe, freuen wir uns gemeinsam" und "wenn ich wieder zum Absender hingehe, ist meine Mission erfüllt".
Diese Art der Suche ist sehr schwierig, da der zu Suchende später irgendwo sein kann, also keine (kleine) Fläche oder ein Ort eingegrenzt werden kann.
Daher macht es nur Sinn, daß der Hund alle seine Sinne nutzen kann, wie übringens bei der Fährtensuche auch, denn Fährte ist genauso "Spur" am Boden wie "Geruchsstrasse" in der Luft und warum soll ich nicht, wenn ich das Objekt schon höre oder gar sehe direkt darauf zugehen? Ausserhalb des Hundesports, in der Praxis der Jagd wird dies durchwegs so praktiziert.

Die Suche mit der Nase alleine benötigt natürlich die meiste Konzentration, aber warum machen wir es unseren Hunden denn immer so schwer, wenn wir doch "gemeinsam arbeiten" möchten? Wir selbst nehmen doch auch durchwegs den direkten Weg des geringsten Wiederstandes - oder?

Stichwörter: Menschensuche, Flächensuche, mantrailing, Hundetraining

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Ein Tag in der Hundepension

Diana Zunghammer mit Zara und Hektor (office@thinkanimal.info), 08. 05. 2008

Heute morgen haben wir schon im Garten gearbeitet. Ich habe die Aufhängungen für die Hängematte angebracht, Hektor und Zara haben derweilen ihr Frühstück in Form von "Marengo Classic-Genuß" Trockenfutterringerl gesucht.

Dafür haben sie beide brav gemeinsam auf der Terrasse gewartet, bis ich mit dem Verstecken fertig war, und dann auf "schau, und wo is`?" ging`s los: Hektor stellt sich sehr gut an, sucht sehr schnell, noch etwas zu hektisch, übersieht daher mal was, das dann an Zara abfällt, dafür sucht Zara konzentriert und langsam, ist deshalb manchmal zu spät, weil das Gutti dann schon weg ist.
Beide suchen gerne gemeinsam, haben keinen Futterneid, dennoch schaue ich immer zumindest mit einem Auge zu, damit keiner benachteiligt und frustriert vom Frühstück zurückkommt.

Nun haben Blacky, Gina und Rosa nach Frühstück gefragt. Damit Zara und Hektor nicht neidig sind gab es für beide noch ein "Nagut" Keks, neben den Belohnungen (aber essen wir nicht alle mal Pringles, schauen wir nicht alle mal bei Mc Donald`s vorbei?) das einzige "conventional food" das es hier bei Think Animal gibt. Dafür ist es ohne Zucker und Farbstoffe, ist hart wie Zwergenbrot und macht Spaß zum Kauen. Es riecht wie hartbackenes Brot mit etwas Pansen, dennoch auch für unsere Nasen sehr gut. Denn dies ist hier oberstes Gebot, "das, was ich meinen Hunden füttere soll auch ich essen können". Daher riechen die Hunde auch gut und "hundeln" nicht.

Auch die drei Süßen haben sehr gut "bleib " gemacht, bis ich wieder alles versteckt hatte, Gina kennt das schon und hat selbständig gesucht und gezeigt worum es geht.

Blacky wußte noch mit "wo is`?" nichts anzufangen, ihm habe ich geholfen und gezeigt worum es geht. Dafür hat er ganz toll in seinem "bleib" verharrt, denn er wußte ja nicht was er nach dem "schau" machen sollte und hat mich um Hilfe gefragt.
Nun liegen wieder alle in der Sonne (muss mit der weissen Rosa, die kaum pigmetiert ist aufpassen, dass sie keinen Sonnenbrand bekommt), können das Frühstück verdauen. In einer Stunde können wir dann ohne großen Hunger heute gemeinsam zu fünft in der Glasenbachklamm spazierengehen.

Rosa, Toypudel
Blacky, "Terrador" Labrador-Terrier-Mischling
Gina, griechischer Pointer
Zara, Husky-Schäfer
Hektor, gelber Hovawart

Ein großes Lob und Dank an meine Zara für Ihre Geduld mit den Gasthunden!
Dies war nicht immer so, daher sind wir, die sie schon von Anbeginn an
kennen, ganz besonders stolz auf Dich!

Stichwörter: Hundepension, Suchspiel, Hundefutter, Fütterung

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Think Animal Hundepension und Hundetraining Salzburg

Respektvolle Zusammenarbeit von Hunden und Menschen